Fütterungsbedingte Hufrehe durch Weidegras

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Wie kann ich  Hufrehe bei meinem Pferd verhindern?

Die fütterungsbedingte Hufrehe ist eine gefürchtete Erkrankung, die durch eine Überfütterung mit Weidegras ausgelöst werden kann. Längst ist bekannt, dass nicht Eiweiß der „Übeltäter“ ist, sondern vermutlich so genannte Fruktane sowie Zucker und Stärke bei speziellen Stoffwechselerkrankungen der Pferde. Hier wollen wir näher die Fruktane betrachten. Fruktane sind Kohlenhydrate, die dem Gras als Energiezwischenspeicher dienen. Sie werden immer dann gebildet, wenn die in der Pflanze durch Photosynthese hergestellte Energie nicht zum Wachsen des Grases verbraucht werden kann. Der im Gras enthaltene Fruktangehalt ist somit abhängig von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur, vom Nährstoffgehalt des Bodens, der Witterung (trocken, feucht) und letztendlich auch von der Grassorte. Gerade Pferde, die schon einmal an Hufrehe erkrankt waren, übergewichtige Pferde oder Pferde, die einen „ empfindlichen“ Darm haben, sollten nur zu Zeiten geringer Fruktangehalte Weidegang genießen.

  • Wichtig: Bei kalten Temperaturen (<10° C) bzw. Frost steigen die Fruktangehalte. Es herrscht somit erhöhte Rehegefahr!

  • Im Frühjahr (April + Mai) sowie im Herbst (Oktober + November) ist das Reherisiko somit am größten!

2017-06-23T19:38:46+00:00